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Ausflugstipp vom 27.06.2008
Scheunenviertel Kremmen
In Kremmen befindet sich Deutschlands wohl größtes Scheunenviertel. 50 Scheunen sind nach der Wende restauriert worden und stehen seit 1993 unter Denkmalschutz. In vielen Scheunen haben sich Künstler und Handwerker niedergelassen. Viele stehen am Wochenende den Besuchern offen: ein schönes Ensemble aus kleinen Lädchen, Cafés, einem Theater und Kunsthandwerkbetrieben. Und das ganze inmitten von Natur pur.
Land, Luft, Weite und natürlich das Wasser macht die Region um Kremmen mit ihren Seen aus. Nur 30 Kilometer nordwestlich von Berlin, eine gute halbe Stunde Autofahrt entfernt liegt ein kleines Naturparadies. Hier steht das wohl größte noch erhaltene Scheunenviertel Deutschlands, entstanden um die Mitte des 17. Jahrhunderts. Nach der Kollektivierung der Landwirtschaft zu DDR-Zeiten benutzten viele Bauern die Scheunen nicht mehr, sie verfielen und wurden nach der Wende liebevoll saniert. Seit Anfang der 90er stehen die 50 Scheunen unter Denkmalschutz.
Ute Schneider vom Scheunenviertel Kremmen e.V. meint: "Jede Scheune hat ihre eigene Ausstrahlung und strahlt so eine gewisse Gemütlichkeit aus. Man kann stöbern, ein Tässchen Kaffee trinken, Essen gehen. Man kann auch an verschiedenen Kulturveranstaltungen teilnehmen. Wir haben hier das Theater im Scheunenviertel Kremmen, das auch sehr gut von den Leuten angenommen wird und die kommen von ziemlich weit her."
Wohl auch wegen der Antiquitätenscheune von Kurt Bauer. Der hat sich hier einen kleinen Traum erfüllt, der sehr groß geworden ist. Auf fast 600 Quadratmetern lebt er und verkauft echte Raritäten. Die Scheune hat er mit viel Liebe zum Detail renoviert.: "Wir haben zum Beispiel die Steine aus Frankreich aus Pferdeställen kommen lassen - 9000 Steine - und haben sie hier vor Ort sauber gemacht und haben auf der Fußbodenheizung verlegt."
Auch in der Geschenkescheune gegenüber gibt es ein handverlesenes Sortiment an Kunst, Kommerz und Kitsch. Der Zielkunde hier ist eindeutig weiblich. Gabriele Foos schildert das Problem: "Der Mann, der guckt nicht auf die Geschenke sondern oben auf den Heuboden - weil das viel interessanter für die Männer ist. Deswegen sind wir auch auf die Idee gekommen, die Männer sollen draußen sitzen, ihren Kaffee trinken und die Damen können hier in Ruhe schnuppern."
Anfahrt per Auto:
Aus Berlin A 10 in Richtung Hamburg, Rostock. Am Autobahndreieck Havelland wechseln Sie dann auf die A24 in Richtung Hamburg, Rostock und fahren an der Anschlussstelle Kremmen ab.
Hinfahrt per Bahn:
Ab dem Bahnhof Spandau fährt der Regionalzug 6 (Richtung Wittenberge, Bahnhof) stündlich bis Kremmen Bahnhof. Von dort aus erreicht man das Scheunenviertel zu Fuß in etwa 10 Minuten.
Beitrag von Nadine Brecht
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